Wir laden Sie herzlich ein, an dieser Stelle Ihre ganz persönlichen Fragen rund um das Thema Lippenherpes zu stellen oder sich mit anderen Betroffenen über Ihre Erfahrungen auszutauschen.
Um Ihre Fragen kümmert sich ein Expertenteam, das über langjährige Erfahrung im Bereich der Wundversorgung verfügt und eng mit dem Haut-Forschungszentrum der Beiersdorf AG in Hamburg und weiteren externen Partnern zusammen arbeitet.
Das Team besteht aus:
Dr. Maike Kuhlmann
Medizinerin, Produktentwicklung
Health Care, als Scientific
Advisor
verantwortlich für
medizinisch-wissenschaftliche
Themen und Fragestellungen.
Dr. Juana Kirsten
Diplom-Chemikerin,
Expertin für Polymerchemie
und Klebetechnologien,
Technology Manager/
Produktentwicklung
Health Care.
Dr. Rainer Wolber
Diplom-Humanbiologe,
Leiter Produktentwicklung
Health Care,
langjährige Expertise
in den Gebieten Haut- und Wirkstoffforschung
und Pflastertechnologien.



Wir laden Sie herzlich ein, an dieser Stelle Ihre ganz persönlichen Fragen rund um das Thema Lippenherpes zu stellen oder sich mit anderen Betroffenen über Ihre Erfahrungen auszutauschen.
Um Ihre Fragen kümmert sich ein Expertenteam, das über langjährige Erfahrung im Bereich der Wundversorgung verfügt und eng mit dem Haut-Forschungszentrum der Beiersdorf AG in Hamburg und weiteren externen Partnern zusammen arbeitet.
Das Team besteht aus:
| Dr. Maike Kuhlmann Medizinerin, Produktentwicklung Health Care, als Scientific Advisor verantwortlich für medizinisch-wissenschaftliche Themen und Fragestellungen. |
Dr. Juana Kirsten Diplom-Chemikerin, Expertin für Polymerchemie und Klebetechnologien, Technology Manager/ Produktentwicklung Health Care. |
Dr. Rainer Wolber Diplom-Humanbiologe, Leiter Produktentwicklung Health Care, langjährige Expertise in den Gebieten Haut- und Wirkstoffforschung und Pflastertechnologien. |
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Guten Tag.
Toll, dass es jetzt so eine Informationsplattform zum Thema Herpes gibt! Schon lange habe ich dazu eine Frage:
Mir kommt es manchmal so vor, als würde der Herpes ausbrechen, wenn man sich vor etwas ekelt. Ich kenne Leute, die behaupten Herpes davon zu bekommen.
Ist das möglich?
Viele Grüße,
Mareike
Sehr geehrtes Herpes-Blog-Team,
ich habe zwar erst vor 5 Jahren meinen ersten Lippenherpes-Ausbruch gehabt, dafür aber sehr häufig wiederkehrend. Kommt es zu einem ersten Ausbruch, folgen in 2 Wochen 3-4 weitere im Umfeld des ersten. Ausserdem ist die Herpesblase auf der Grenze zur Inneseite der Lippe lokalisiert, was eine Zovirax- oder auch Pflaster-Behandlung erheblich erschwert. Ein konsultierter Hautarzt sprach von einer Softlaser-Behandlung zur lokalen Stimulation der Immunabwehr, ein anderer von einer Zinktherapie zur Auffüllung der für die Immunabwehr nötigen Depots. Wie erfolgversprechend, zumindest für eine längere Ruhephase, sind diese Optionen und gibt es weitere alternative Behandlungsmethoden?
Für Ihre Hilfe wäre ich Ihnen sehr dankbar!
ich bekomme regelmäßig ( alle 4-6 wochen) starkes lippenherpes! was kann ich dagegen tun das es nicht mehr so häufig ausbricht?
Liebe Katrin,
von den Erfolgen bei wiederkehrenden Lippenherpes-Ausbrüchen der sogenannten “Low Intensity Lasertherapie“ oder Soft-Laser-Therapie wurde sowohl in der Presse als auch in wissenschaftlichen Studien berichtet. Einzelne Studien kamen zu dem Ergebnis, dass der durchschnittliche Abstand zwischen den Herpesausbrüchen bei der laserbehandelten Gruppe deutlich seltener war, während die Herpesausbrüche bei der Kontrollgruppe, die keine Laserbehandlung erhielt, häufiger auftrat.
Auch zur Zinktherapie zur Prophylaxe von wiederkehrenden Herpesausbrüchen finden sich vereinzelt positive Berichte.
Es bleibt aber festzustellen, dass die Elimination des Herpesvirus bei einmal infizierten Menschen nach wie vor therapeutisch nicht möglich ist. Trotz positiver Berichte konnten auch die beschriebenen Maßnahmen bisher nicht eindeutig zeigen, dass sie eine wirksame Rezidivprophylaxe bieten.
Ob in Ihrem Fall eine solche Therapie sinnvoll sein könnte, sollten Sie mit ihrem behandelnden Arzt besprechen.
Eine Rezidivprophylaxe mit einer systemischen antiviralen Therapie kommt in Einzelfällen bei abwehrgeschwächte Patienten mit schwerwiegenden Vorerkrankungen zum Einsatz, bei denen Komplikationen zu befürchten sind. Bei gesunden Betroffenen mit intaktem Immunsystem wird dieses nur in Einzelfällen z.B. vor speziellen Gesichtsoperationen empfohlen.
Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben.
Lieber Herr Gail,
ist ein Mensch einmal infiziert, verbleibt das Virus trotz der gebildeten Antikörper lebenslang in latentem Zustand in den Nervenzellen. Bisher ist keine Möglichkeit bekannt, das im Körper ruhende Virus zu eliminieren. Die bekannten Maßnahmen wie Herpescremes oder Herpespatches dienen dazu die Symptome eines Herpesausbruchs wie Schmerzen, Juckreiz und Spannungsgefühl zu lindern und den Heilungsverlauf zu beschleunigen. Dabei ist es besonders wichtig, dass mit der Behandlung frühzeitig, das heißt bei Beginn der ersten Anzeichen eines Ausbruchs, begonnen wird.
Dennoch können Sie dazu beitragen, dass das Virus so selten wie möglich ausbricht. Sinnvolle Vorbeugung ist es soweit wie möglich auslösende Triggerfaktoren wie z.B. direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und eine Ausbreitung des Virus durch Einhaltung von Hygienemaßnahmen zu verhindern. Allgemeine Tipps zur Vorbeugung finden Sie unter http://www.herpesblog.de – http://www.herpesblog.de/?cat=10“.
Hallo Mareike,
bekannt ist, dass typische auslösende Faktoren für einen Herpesausbruch auch Stress oder Hektik sein können, die zu einer Schwächung der Abwehrkräfte führen und somit das Ausbrechen der Herpesinfektion begünstigen.
Vorstellbar ist, dass auch starker Ekel für den Einzelnen einen solchen Stressfaktor darstellt. Zu diesem Thema wurde in der renommierten Fachzeitschrift Bild der Wissenschaft vor einigen Jahren eine Studie vorgestellt, die zu dem Schluss kam, dass der Anblick potenziell ekelerregender Bilder bei ekelempfindlichen Menschen das Immunsystem schwächen und dadurch zum Ausbruch von Herpes führen kann. Außerdem würde bei starkem Ekel im Hypothalamus das Stresshormon Cortisol ausschütten, was ebenfalls zu einer Schwächung der Immunabwehr beitrage.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/hintergrund/246512.html
Hallo!
Ich habe leider ständig mit Herpes zu tun. Es kribbelt fast schon jeden Tag, so dass ich auch ständig Creme anwende (Fenistil pencivir). Ich habe das Gefühl, dass die Abstände der Ausbrüche dadurch länger werden und die Ausbrüche sich auch meißt nicht sooo stark äüssern. Kann diese Daueranwendung schädlich sein?
Schonmal vielen Dank für eine Antwort.
Herzliche Grüße
Ira
Hallo Ira,
zu den wirkstoffhaltigen Cremes finden sich detaillierte Angaben in den Anwendungshinweisen (Beipackzetteln) der Produkte. Üblicherweise ist die Anwendungsdauer auf einen Zeitraum von 10 Tagen begrenzt und sollte nach Angaben der Hersteller nicht überschritten werden.
Bei einer von diesen Angaben abweichenden Anwendung sollten Sie auf jeden Fall vorab mit Ihrem Arzt Rücksprache halten.
Moin Herpes-Blog-Team,
zum ersten Mal habe ich nun Herpes und bin nun am kämpfen. Natürlich am Wochenende, wenn kein normaler Arzt auf hat…
Habe also gleich diese Herpes Pflaster nun angewendet und mir vorsichtshalber mal eine Creme besorgt. Wie ich nun aber feststellen musste, werden die meisten Cremes bei einem heruntergesetzten Immunsystem nicht empfohlen. Ich selber habe nämlich Morbus Crohn und nehme Azatrioprin (Immunsuppressiva).
Was könntet Ihr mir empfehlen? Oder ist das mit den Cremes trotzdem kein Problem?
Habe nun wie gesagt, erst mal nur diese Pflaster angewandt und nun erstmals die Stelle heiß behandelt, weil dies wohl auch angeblich helfen soll.
Besten Dank im voraus
Ricarda
hallo
hätte mal eine frage
meine bläschen sind so ziemlich am inneren rand von der lippe
ist es normal das die lippe anschwillt und schon große Spannung da ist nicht sehr angenehm können sie mir einen Tipp geben .
Soll ich das Herpespflaster trotzdem weiter nehmen was meinen sie ?
Hallo Katrin,
eine Schwellung gehört ebenso wie Brennen, Juckreiz und Spannungsgefühl zu den ersten Symptomen eines Herpesausbruchs, die von Person zu Person unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Grundsätzlich spricht nichts gegen die Anwendung eines Herpespatches. Sie beschreiben allerdings, dass in Ihrem Fall die Herpesbläschen bevorzugt bereits in den Bereich der Mundschleimhaut reichen, so dass in diesem feuchten Millieu die Haftung des Patches beeinträchtigt sein kann.
Generell gilt, dass, wenn sich im Verlauf des Herpesausbruchs die Symptome verstärken, bzw. Zeichen einer zusätzlichen Entzündung zeigen wie verstärkte Rötung, Überwärmung und Schmerzen und die Herpesbläschen nicht abheilen, eine Behandlung abgebrochen werden und Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker gehalten werden sollte.
Hallo Ricarda,
ein geschwächtes Immunsystem gehört zu den bekannten Triggerfaktoren, die einen typischen akuten Herpesausbruch begünstigen. So ist auch unter Therapie mit Immunsuppressiva das gehäufte Auftreten von Herpesbläschen eine der bekannten Nebenwirkungen, zum Teil auch mit verlängertem Heilungsverlauf und verstärkten Symptomen. Ob eine Therapie mit z.B. Aciclovir-haltigen Cremes in Ihrem Fall sinnvoll ist, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.
Die Anwendung eines Herpespatches zur Linderung und Behandlung der Symptome ist grundsätzlich möglich. Die Patches sind wirkstofffrei und ermöglichen über den Wirkmechanismus der feuchten Wundheilung optimale Wundheilungsbedingungen, die eine schnelle Abheilung der Herpesläsion unterstützen.
Hallo liebes Team,
auch ich leide seit ein paar Jahren immer wieder unter den lästigen Lippenblässchen.
Zur Behandlung komme ich mit SOS-Lippenherpesgel Silicium sehr gut zurecht. Die Aciclovier-haltigen Salben helfen leider gar nicht so recht.
Nun bin ich in der 34. Woche schwanger und mache mir zunehmend große Sorgen. Während der gesamten Schwangerschaft traten nahezu alle 2-3 Wochen neue Infektionen auf. Das lässt mich fast verzweifeln. Natürlich weiss ich, dass ich nach der Geburt ganz besonders gut aufpassen muss, mein Baby nicht zu infizieren.
Aber wie ist es z.B. während der Geburt? Muss ich da im Kreißsaal mit Mundschutz antreten?
Und gibt es einen Zusamenhang zwischen Schwangerschaft und häufigeren Infektionen?
Über eine rasche Antwort würde ich mich sehr freuen!
Hallo Elfi,
einige Frauen beobachten, dass Sie während ihrer Schwangerschaft häufiger unter Lippenherpes leiden. Als Grund dafür, wird die Hormonumstellung während der Schwangerschaft mit einem Einfluss auf die Abwehrkräfte und eine erhöhte Infektanfälligkeit vermutet.
Üblicherweise ist ein Herpes labialis, der lokal auf den Bereich von Lippen und Mund beschränkt ist, weder für die Schwangere noch das heranwachsende Kind problematisch. Das Virus, das für den Ausbruch des Herpes labialis verantwortlich ist, wird nicht im Mutterleib übertragen und auch bei der Geburt besteht grundsätzlich keine Gefahr. Sicher können Sie sich auch mit Ihren Fragen, z.B. auch ob eine zusätzliche Behandlung mit Aciclovircreme empfohlen wird, an die Hebamme und den behandelnden Gynäkologen wenden.
Wenn Viren aus den Lippenbläschen allerdings auf die Genitalien übertragen werden und sich dort bei der werdenden Mutter zu einem Genitalherpes auswachsen, ist größte Vorsicht angebracht. Daher gilt, das falls Ihr Partner unter Lippenherpes leiden sollte, Vorsicht beim Austausch von Zärtlichkeiten geboten ist, damit keine Viren auf die Genitalien übertragen werden, z. B. durch oralen Sex.
Sollten Sie oder die Kontaktpersonen ihres Babys nach der Geburt akuten Lippenherpes haben, sollten Sie Ihrem Kind zuliebe auf das Küssen und Schmusen verzichten, bis die Herpesbläschen vollständig abgeheilt sind. Auch auf Hygienemaßnahmen ist jetzt besonders zu achten: Vermeiden Sie besonders wenn Sie das Baby versorgen, wickeln oder Baden, jegliche Berührung mit ihrer infizierte Hautpartie. Danke Sie daran, nicht den Schnuller abzulecken oder den Sauger des Fläschchens in den Mund nehmen, um die Temperatur zu prüfen. Und teilen Sie weder Besteck, Gläser noch Handtücher mit den anderen Familienmitgliedern.
Weitere Infos unter: http://www.herpesblog.de/lippenherpes-%e2%80%93-so-schutzen-sie-ihr-neugeborenes/
Hallo,
ich bekomme ausschließlich nur Herpes wenn ich beim Skifahren war. Sonne und kaltes Wetter.
Gibt es dafür eine Erklärung?
Kann ich was dagegen tun?
Gruß
P.Mayr
Lieber Herr Mayr,
Ihre Situation ist durchaus typisch für viele Herpes-Betroffene. Erhöhte UV-Strahlung, z.B. an der See oder in den Bergen, ist schon für sich genommen ein bekannter Auslöser für einen Herpesausbruch. Dazu kommen noch die Anpassung des Körpers an die meist ungewohnte Höhe, die Kälte und die sportliche Aktivität. All diese Faktoren wirken zusammen. Daraus ergibt sich, dass Ihre Abwehrstrategie sich gegen diese Auslöser richten sollte. Ein Sunblocker mit hohem Lichtschutzfaktor (z.B. LSF 50) schützt das Gesicht und den Hals. Für die Lippen sind farblose UV-Block- Stifte erhältlich. Wichtig ist ein regelmäßiges Nachcremen, da der Schutz nicht den gesamten Pistentag anhält. Darüber hinaus können ein regelmäßiges leichtes Ausdauertraining und eine spezielle Skigymnastik einige Monate vor dem geplanten Urlaub dazu beitragen, dass die relative Belastung für den Körper geringer wird, da ein trainierter Körper Anstrengungen besser verkraftet. Für besonders kalte bzw. windige Tage kann eine Kälteschutzmaske aus Neopren (erhältlich im Sportgeschäft) gute Dienste leisten.
Hallo liebes Team!
ich hab ein RIIIIIIIIESEN problem mit dem thema herpes !ich bekomme es seit 6 monaten JEDE woche………ich bin echt verzweifelt,weil mir kein arzt helfen kann….was für möglichkeiten gibt es…….ich würde durch ganz deutschland fahren, wenn mir jemand helfen könnte…..
Liebe Maria,
die meisten Herpes – Betroffenen berichten von einer Häufigkeit von 3 bis 4 Herpesausbrüchen pro Jahr und können diese häufig auch auslösenden Triggerfaktoren zuordnen. Sehr häufig treten die Herpesbläschen im Zusammenhang mit einer ohnehin geschwächten Abwehr bei grippalen Infekten oder ausgelöst durch starke Sonneneinstrahlung auf. Es gibt durchaus auch Berichte von Personen die alle 4-5 Wochen unter einem Herpesausbruch leiden, oft junge Frauen im Zusammenhang mit der Menstruation.
Da Sie aber berichten, dass Sie seit einem halben Jahr wöchentlich unter Herpesbläschen leiden, also nahezu kaum beschwerdefrei sind, raten wir Ihnen auf jeden Fall angesichts der Häufung der Herpesausbrüche zu weiterer ärztlicher Abklärung. Mit dem Arzt können Sie dann auch besprechen, ob in Ihrem Fall auch eine Therapie mit antiviral wirksamen Medikamenten sinnvoll sein kann. Bei besonders häufigen und schweren Herpesausbrüchen wird in individuellen Fällen zu einer prophylaktischen antiviralen Therapie geraten, das bedeutet die Einnahme von Medikamenten über einen längeren Zeitraum, um weitere Herpesausbrüche zu verhindern.
Hallo liebes Ärzte-Team,
ich hatte mit meinem Partner Oralverkehr und habe erst währenddessen gemerkt, dass ich ein Herpes an der Lippe hatte (erst bei Berührung sind Schmerzen entstanden, daher vorher nicht gemerkt). Mir ist klar, dass die Gefahr, dass er sich angesteckt hat sehr hoch ist, mache mir nun natürlich große Sorgen, wollte aber fragen, wie genau die Übertragung passiert wäre? Müssten sich die Viren über einen Riss in dem Herpes in seinen Penis über die Penisöffnung hineinbegeben? (Andere offene Stellen/Wunden hat er im Genitalbereich nicht)
Können Sie mir sagen, wie sich Lippenherpes im Genitalbereich äußert? Unterscheidet er sich von dem Herpes-Typ II? Und wenn mein Partner infiziert ist würde ein Ausbruch im Genitalbereich auf jeden Fall in den nächsten Tagen geschehen?
Oder kann es auch erst nach Wochen oder Monaten passieren?
(Kann er von dieser Art der Ansteckung auch Herpes am Mundbereich bekommen?)
Oder muss ich jetzt mein ganzes Leben lang bangen ob er sich angesteckt hat oder nicht und ob es jemals ausbrechen wird …
Vielen, vielen Dank für Ihre Hilfe!
Grüße,
Anne
Liebe Anne,
Herpes ist eine ansteckende Virus-Krankheit, die durch Herpes-simplex-Viren (HSV) vom Typ I oder Typ II ausgelöst wird und Haut und Schleimhäute befällt.
Es gibt zwei verschiedene Typen von HSV, die sich beide an der Haut bzw. der Schleimhaut des Körpers zeigen. HSV Typ I, die häufigste Form, ist als sogenannter Herpes labialis in der Regel auf den Mund und die Lippen begrenzt. HSV Typ II betrifft als Herpes genitalis in erster Linie die Geschlechtsteile.
Beim Oralverkehr ist aber die Übertragung eines Lippenherpes auf die Geschlechtsorgane möglich – oder umgekehrt kann sich beim Oralsex ein Herpes genitalis auf Mund und Rachen ausbreiten. Daher gilt die Empfehlung, dass Herpes-Betroffene in dieser Zeit auf Oralverkehr verzichten sollten und beim Geschlechtsverkehr grundsätzlich ein Kondom benutzt werden sollte.
Nun ist es natürlich nicht so, dass es zwangsläufig zu einer Ansteckung des Partners kommt und häufig bleibt dieser ungeschützte Kontakt folgenlos. Allerdings kann man auch nicht vorhersagen, ob es zu einer Infektion gekommen ist. Auch wenn keine sichtbaren Wunden vorhanden sind, kann sich der Sexualpartner über die Haut oder Schleimhaut angesteckt haben.
Im Falle einer Ansteckung dauert es in der Regel drei bis neun Tage bis zu ersten Symptomen. Wenn Sie den Verdacht haben, an Herpes genitalis erkrankt zu sein, äußert sich dieses zum Beispiel durch kleine Hautirritationen, Rötungen oder typische Bläschenbildung oder auch brennende Schmerzen. Es können allerdings trotz Infektion keine oder nur sehr leichte Beschwerden auftreten. Für weitergehende Informationen und insbesondere bei Auftreten von Symptomen, empfehlen wir Ihnen bzw. Ihrem Partner sich an einen Arzt zu wenden.
Hallo liebes Team,
ich hätte da mal eine kurze frage, ich habe gestern eine Bekannte etwas ausgiebiger geküsst, heute morgen meinte sie dann zu mir, dass sie seid gestern einen Herpesausbruch hat.
Ich habe jetzt ziemlich schiss, dass ich mich angesteckt habe…
Könnt ihr mir vielleicht sagen bis wann ein Ausbruch in etwa erfolgen wird, falls ich mich infiziert haben sollte?
Und ob, falls es in dem Zeitraum zu keinem Ausbruch kommen sollte, es dann generell bei mir nicht ausbrechen wird?
Schon mal vielen dank im Vorraus für eure Antwort
Gruß Chris.
Hallo Chris,
die Ansteckungsgefahr ist am größten, wenn sich ein Herpesläsion im Stadium der Bläschenbildung befindet bzw. nachdem sich die flüssigkeitsgefüllten Bläschen geöffnet haben.
Die sogenannte Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome, beträgt in der Regel 2 – 12 Tage. Es ist aber auch möglich, dass eine Erstinfektion mit dem Herpesvirus ohne Symptome verläuft.
Generell kann man davon ausgehen, dass ca. 80% der Bevölkerung das Virus in sich tragen, es jedoch nur bei 20% zu einem regelmäßigen Ausbruch kommt. Eine allgemeingültige Vorhersage läßt sich daher weder zur Ansteckungsgefahr als auch zur Ausbruchswahrscheinlichkeit leider nicht machen.
hallo liebes team! den ersten herpes hatte ich in meiner dritten lebenswoche. da ich seitdem immer wieder herpes hatte(ca. 4-6 mal im jahr), hat mir meine ärztin aciclostad tabletten mit 200 mg verschrieben. als ich letzten sommer im urlaub war und mich in einem wasserpark geekelt hatte war der herpes natürlich am nächsten tag da und ich hatte nur fünf tabletten dabei. die apothekerin gab mir eine neue packung tabletten und sagte, dass ich aber auf jedenfall zum arzt gehen sollte und fragen sollte, ob diese nicht höher dosiert werden müssten. dieser hat die tabletten jedoch auf 2 stück am tag reduziert. zudem befindet sich mein herpes eigentlich nie auf der lippe, sondern an und auf der nase. in moment natürlich auch auf der nase(sehr wahrscheinlich durch sonneneinstrahlung). da ich den letzten herpes vor drei wochen und davor im januar hatte (also schon das 3. mal in diesem jahr) frage ich mich, ob es noch irgendeine lösung gibt. von einer bekannten habe ich erfahren, dass ein arzt ihrem sohn die flüssigkeit abgenommen hat und diese dann wieder injiziert hat. würde das in meinem fall auch helfen? grüße maike
Liebe Maike,
wir können gut verstehen, dass Sie mit dem Erfolg der medikamentösen Behandlung Ihres Herpes labialis nicht zufrieden sind. Für die Behandlung mit einem sogenannten Virustatikum gilt aber, dass die Wahl des Medikamentes und die Dosierung in ärztlicher Absprache und unter ärztlicher Kontrolle erfolgen muss. Wir können Ihnen nur empfehlen, dass Sie Ihre Fragen am besten nochmals detailliert mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.
Sie beschreiben eine Methode, bei der Herpesflüssigkeit entnommen und wieder injiziert wurde. Davon können wir nur abraten. Die Bläschenflüssigkeit ist hochinfektiös und diese Methode gehört sicher nicht in den Bereich der etablierten und seriösen Behandlungsmethoden.
Hallo Liebes Team.
ich werde bald wahnsinnig.
Ich habe meine Zähne alle in ordnung außer gelegentlich mal einer leichetn kälteempfindlichkeit im winder.
Jetzt habe ich vor 2 Tagen einen riesigen herpes bekommen… Hatte Fieber und grippe.
Ich habe solche schmerzen wenn ich spreche, der sogar bis in die linke hälfte meines oberkiefers zieht. Meine zähne fühlen sich an als ob sie locker währen und jeden moment raus fallen. sie pochen und schmerzen.
Die lippe ebenfals.
5 Zähne um genau zu sein.
Ich kann nicht zuordnen was mehr schmerzen verursacht. meine zähne under der herpeslippe oder das herpes an sich.
Was kann ich tun?
Ich kann mir doch nicht jetzt an 5 Zähnen ohne grund eine Wurzelbehandlung machen lassen.
Ich gehe auch immer mit der zunge an meine zähne was ja auch normal ist wenn es schmerzt.
Nehme jetzt noch ne ibu.
Halt das echt nicht mehr lange aus..
Ist auch nur wen ich raus gehe und 20 minuten wenn ich wieder drin bin fängt es richtig an zu klopfen.. Lippen und Zähne.
MIt freundlichen grüßen Carina
Hallo Carina,
Zwar gehören Brennen, Kribbeln, Juckreiz und Schmerzen im Bereich der Herpesbläschen zu den typischen Symptomen eines Herpesausbruchs, sind aber in dem Ausmaß, wie Sie diese beschreiben, sehr ungewöhnlich. Da dieser Herpesausbruch aber bei einem grippalen Infekt mit Fieber auftrat, ist es wahrscheinlich, dass die von Ihnen beschriebenen Schmerzen damit in Zusammenhang stehen. Starke Schmerzen im Bereich der Zähne und vor allem in den Oberkiefer ausstrahlende Schmerzen wie Sie diese beschreiben, sind bei grippalen Infekten nicht selten. Eine ärztliche bzw. zahnärztliche Abklärung sollte aber auf jeden Fall erfolgen.
Hallo zusammen,
ich habe seit meinem 10 lebensjahr herpers und gelernt damit zu leben, mit der pille habe ich gemerkt das ein 4 wochen aufgetretten ist, ich denke mal wegen der hormonumstellung.
Aber jetzt habe ich wieder vermerhte Ausbrüche und jedesmal ein Knubbel unten am Kiefer. Ich denke es muss ein zusammenhang geben? ist das immunsystem dort ansässig? der lymphknoten ist es nicht, das habe ich schon ausgeschlossen. Haben sie vielleicht eine erklärung warum die schwellung/ knubbel jedesmal mit einem ausbuch auftrit?
mfg
martina
Hallo Martina,
wie auch Sie beobachten viele Frauen einen Zusammenhang zwischen ihrem hormonellen Zyklus und dem Auftreten eines Herpes labialis. Häufig wird berichtet, dass die Herpesbläschen immer kurz vor oder während der Regelblutung auftreten.
Das Immunsystem selber ist nicht an einem Ort im Körper ansässig und auch nicht in dieser Region lokalisiert. Unter dem Immunsystem versteht man das Abwehrsystem des Körpers gegen Krankheitserreger und körperfremde Substanzen. Es umfasst unter anderem die an der Immunreaktion beteiligten Blutzellen und Eiweißstrukturen (Antikörper) sowie das Lymphsystem.
Sie beschreiben, dass Sie eine Verdickung unter dem Kiefer feststellen. Auch wenn Sie hier Zweifel anmelden, wäre eine örtliche Lymphknotenschwellung eine mögliche Ursache, die Sie ggf. bei Ihrem Arzt abklären lassen sollten. Das Lymphsystem durchzieht, ähnlich wie die Blutgefäße, den Körper und dient als Teil des Immunsystems auch der Abwehr von Krankheitserregern. Lymphknoten befinden sich überall im Körper, so auch in der Halsregion unter dem Kiefer. Eine lokale Lymphknotenschwellung in diesem Bereich bei einer lokalen Infektion ist typisch z.B. geschwollene Halslymphknoten bei einer Halsentzündung. Und auch bei einem Herpesausbruch ist eine Vergrößerung dieser Lymphknoten möglich.
Liebes Herpes-Blog Team,
ich habe in verschiedenen Foren gelesen, dass es eine Impfung gegen Herpes geben soll. Ist das richtig?
Vielen Dank
Herdis
liebes team……ich habe ein problem ich hab mit einen jungen geschlafen und einen tag danach habe ich ein brennern bemerkt….ch habe einen herpes bekommen…normalerweise bin ich nicht anfällig für solche sachen hatte auch noch nie probleme damit…..mir ist es aaber peinlich ihn zu fragen ob er jetzt auch probleme hat oders ie viell vorher schon hatte…..denn so etwas ist mir noch nie passiert…..muss er sich unbedingt angesteckt haben wenn der herpes wirklich von mir kommt…. und wann hören diese ehlenden schmerzen auf es ist kaum zum aushalten….und warum hab ich das bekommen wenn ich vorher noch nie solche probleme hatte….er denkt doch jetzt sicher ich bin unsauber oder so ein scheiß….bitte helft mir
Lieber Herdis,
der Lippenherpes auch Herpes labialis genannt wird durch eine Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) hervorgerufen. Die Erstinfektion erfolgt meist schon im frühen Kindesalter und eine Impfung existiert bisher nicht. Daher erstreckt sich das Ziel der Therapie eines Herpes labialis darauf, Beschwerden zu lindern, die Zeit zum Abheilen zu verkürzen und die Ansteckungsgefahr für andere zu mindern.
Liebe Katha,
Sie beschreiben Ihre Beschwerden nicht genau, wir gehen aber davon aus, dass es sich bei Ihnen um einen Lippenherpes handelt. Sollten wir da falsch liegen und es geht um einen Genitalherpes, sollte auf jeden Fall ein Gynäkologe aufgesucht werden.
Bei dem Lippenherpes handelt es sich um eine Infektion mit einem Virus (Herpes simplex virus Typ 1), die sehr viele Menschen betrifft, ca. 80% der Bevölkerung von denen 20% unter regelmäßigen Herpesausbrüchen leiden. Weder die Infektion mit dem Herpesvirus noch der Ausbruch selber hat etwas mit Unsauberkeit zu tun.
Allerdings ist ein Lippenherpes hochansteckend und daher sollte man bei einem akuten Ausbruch den direkten Kontakt und natürlich auch Küssen vermeiden.
Generell kann man sagen, dass die Ansteckungsgefahr am größten ist, wenn sich die Herpesläsion im Stadium der Bläschenbildung befindet bzw. wenn sich die flüssigkeitsgefüllten Bläschen geöffnet haben, eine allgemeingültige Aussage zur Ansteckungsgefahr lässt sich aber leider nicht machen.
Die Symptome wie Brennen und Schmerzen von denen ein Herpesausbruch häufig begleitet wird, lassen in der Regel innerhalb der ersten Tage nach und üblicherweise heilt der Lippenherpes in 7 – 12 Tagen vollständig ab. Weiter Informationen zum Thema Lippenherpes, Symptome und Behandlung finden Sie hier im Blog unter http://www.herpesblog.de/herpes/was_ist_lippenherpes/
Guten Tag, Ich habe vor ca. 2 Wochen ein Fieberblase gekriegt welche auch wieder abgeheilt ist. 3 tage spaeter habe ich an der selben Stelle wieder eine Art Fieberblase bekommen, welche aber nicht richtig ausbrechen will. Es bildet sich keine Blasen aber irgendwie ist da was unter der Lippe was gelblich durchschiemert und auch kribbelt und das nun auch schon seit 3 Tagen. Ist das normal ? heilt das wieder ab ? Besten Dank fuer die Antwort…
Hallo Michael,
viele Betroffene berichten, dass die Herpesbläschen immer wieder an der gleichen Stelle auftreten und auch ein erneutes Auftreten eines Herpes nach wenigen Tagen ist nicht ungewöhnlich. Sie beschreiben mit dem Kribbeln zwar ein typisches Symptom für eine erneute Herpesläsion, die sich aber anders darzustellen scheint, wie Sie es kennen, z.B. keine Bläschenbildung. Eine mögliche Komplikation eines Lippenherpes, kann eine zusätzliche Infektion der Wunde sein, die sich durch Rötung, Schmerzen, Schwellung, Überwärmung und auch gelbliches Sekret äußern kann. Um hier die genaue Diagnose stellen zu können, empfehlen wir Ihnen sich an Ihren behandelnden Arzt zu wenden.
hallo
Seit meiner Kindheit leide ich an dem Herpes Virus.
Ich bekomme es zur Zeit aller 4-5 Wochen.
Habe schon alle Salben ausprobiert, aber keine hilft. Auch nicht wenn ich sie beim ersten Kribbeln benutzt habe. Mein Herpes Virus ist anscheinend schon resistent dagegen.
Meistens bekämpfe ich die Bläschen mit Hitze um sie schneller auszutrocknen.
Mittlerweile bekomme ich es schon in der Nähe der Wangen, das mit einem ebenfalls sehr starken Jucken anfängt. Leider lässt sich der Herpes ob im Gesicht oder an der Lippe, mit nichts überdecken und da ich in einem Öffentlichen Beruf arbeite ist mir das sehr unangenehm. Traue mich aber meistens dann kaum vor die Türe, da meine Lippen jedesmal um das doppelte geschwollen sind, verteilt mit unzähligen Bläschen.
Ich vermute, es hängt mit meinen Immunsystem zusammen, da ich auch sehr oft erkältet bin.
Gibt es irgendwelche Medikamente bzw. Therapien, damit es nicht mehr so oft ausbricht? Habe mal etwas von Beriglobin gehört, welches bei öfteren Ausbrüchen des Virus gespritzt wird.
Oder auch von homöopathische Behandlungen mit homöopathisch verdünnten Herpesviren (Herpesnosoden).
Mein Arzt will mir auch nicht so wirklich weiterhelfen, verschreibt mir andauernd nur irgendwelche Salben, die mir nicht weiter helfen.
Ich bin langsam echt am Verzweifeln……
Hallo Nancy,
wie Sie berichten, sind Sie von sehr häufigen und schweren Verläufen von Herpes labialis betroffen und die verwendeten Cremes führen zu keiner Linderung der Symptome. Angesichts der Häufung und des Schweregrades der Herpesausbrüche können wir Ihnen nur zur weiteren ärztlichen Abklärung raten. Mit dem Arzt können Sie dann auch besprechen, ob in Ihrem Fall eine Therapie mit antiviral wirksamen Medikamenten (Aciclovir und verwandte Substanzen) sinnvoll sein kann. In individuellen Fällen auch eine prophylaktische, also vorbeugende, antivirale Therapie angezeigt sein. Das bedeutet das antivirale Medikamente über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, um weitere Herpesausbrüche zu vermeiden.
Bei dem von Ihnen angesprochenen Beriglobin handelt es sich um ein Immunglobulin, dass bei Personen mit schweren Antikörpermangelkrankheiten zum Einsatz kommt. Ein klassischer Herpes labialis gehört hier nicht zu den Indikationsbereichen. Aber auch dieses Thema sollten Sie wie Ihre Frage nach einem krankhaft geschwächten Immunsystem mit einem Arzt aufnehmen.
Viele Betroffene berichten von guten Erfolgen mit der klassischen homöopathischen Behandlung des Herpes labialis. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter http://www.herpesblog.de/homoopathische-behandlung-von-lippenherpes/ . Zu der von Ihnen angesprochenen homöopathischen Behandlung mit Herpesnosoden können wir Ihnen nur die Information geben, dass diese Behandlungsmethode selbst im Bereich homöopathisch arbeitender Ärzte und Heilpraktiker kritisch gesehen wird.
Hallo liebe Redaktion,
Zu allererst:
Ich finde es toll, dass es eine Seite wie herpesblog.de gibt. Da ich auch dauernd mit Herpes zu tun habe, wollte ich im Internet mal nachschauen, ob es da etwas homöopatisches zur Vorbeugung oder auch Behandlung gibt, und bin nun auf dieser Seite gelandet. Viele Tipps, über die ich bis jetzt gestolpert bin, werde ich sicherlich ausprobieren!
Mein Herpes bricht immer in längeren Abständen aus, so alle 6-10 Monate mal. Das letzte mal hatte ich Ende März Herpes – und seit gestern schon wieder!
Ich habe auch schon gehört, dass es ausbrechen kann, wenn man sich ekelt oder Stress hat. Ich konnte bei mir leider noch kein Muster erkennen, wann Herpes ausbricht. Es scheint, als würde sich der Virus denken “Ach, war lang nicht mehr da” und schwupp – kribbelt die Lippe!
Ich benutze meist Fenistil pencivir, was auch echt hilft, den Juckreiz zu vermindern.
Letztes Mal habe ich es mit Compeed Herpespatches probiert, und ich hatte das Gefühl, als würden die Bläschen noch mehr aufschwemmen und sich unter dem Pflaster vergrößern! Das sah total eklig aus, so wie große weiße Eiterbläschen unter dem durchsichtige Pflaster. Und die ganze Haut war quasi nass. Als ich aufhörte die Pflaster zu nehmen, hatte ich das Geüfl, dass es viel schneller Abheilt. Hab ich irgendwas bei der Anwendung falsch gemacht? Ich habe darauf geachtet, dass der Bereich trocken und fettfrei ist und hab die klebende Seite nicht angefasst…
In Ihrem Artikel “Homöopatische Behandlung von Lippenherpes” bin ich allerdings nicht schlau daraus geworden, welches Mittel ich mal ausprobieren könnte, da ich die Auslöser nicht kenne..
Und jedes Mal, wenn ich beim ersten Jucken Cremes auftrage, habe ich das Gefühl, es war schon zu spät. Denn kaum bemerke ich das Jucken – ist nach einer halben Stunde schon die erste Blase da und innerhalb eines Tages breitet sich der betroffene Bereich noch einmal aus…
Für ein paar Tipps wäre ich sehr dankbar.
Liebe Grüße,
Jenny
Liebe Jenny,
deine Schilderungen sind typisch für Lippenherpes. Auch die Abstände zwischen den Episoden sind absolut normal, selbst kürzere, so wie diese letzen drei Wochen.
Die Herpespflaster unterstützen die Wundheilung durch Bildung eines förderlichen feuchten Wundheilungsmilieus. Falsch machen kann man da eigentlich nicht viel. Möglicherweise kommst du aber mit den SOS Herpespflastern® von Hansaplast besser zurecht, einen Versuch wäre es wert. Es empfiehlt sich nicht, die Pflaster vorzeitig abzulösen, danach heilt die Wunde keinesfalls schneller ab!
Dass die ersten Bläschen schon sehr schnell nach dem ersten Jucken erscheinen ist ebenfalls nicht ungewöhnlich. Manchmal muss man die Creme in kurzen Abständen mehrmals auftragen. Um einer Gewöhnung an einen antiviralen Wirkstoff vorzubeugen kann man auch ab und zu die Creme wechseln, z.B. einige Male eine Aciclovir-haltige oder pflanzliche Creme verwenden. Beides – Creme und Pflaster- solltest du sicherheitshalber immer in der Handtasche dabei haben, um jederzeit gerüstet zu sein.
Wenn du keinen Auslöser identifizieren kannst, aber (zusätzlich?) ein homöopathisches Mittel probieren möchtest, kannst du Malandrinum D30 versuchen- allerdings gilt, wie immer in der Homöopathie: es ist sehr gut möglich, dass es hilft, aber nicht garantierbar. Viel Erfolg!
Hallo hilfsbereite Redaktion,
meine Mutter ist sehr, sehr unruhig, denn mein Neffe ist am 27.04.10 geboren und meine Mutter ist dann gleich am 29.04.10- 01.05.10 hingeflogen zu ihrem Enkel. Am 30.04.10 hat sie einen Lippenherpes bei sich entdeckt den sie aber das letzte mal vor ca. 10 Jahren hatte. Hat natürlich viel Kontakt zu ihrem Neffen gehabt und wußte garnicht das das so gefährlich sein kann. Nun meine Frage: was kann man tun oder wann würde sich spätestens eine Ansteckung bemerkbar machen. Wann könnte meine Mutter aufatmen und sich nicht mehr verrückt machen? Bitte, bitte geben sie uns Bescheid. Ach ja, natürlich haben wir meinem Bruder gleich gesagt das er das seiner Hebamme sagen soll und die meinte nur, ach die Babys haben noch Nestschutz. Man weiss leider nicht wem man glauben kann da ich schon viele andere Sachen die Tage gelesen habe.
Herzlichen Gruß
Belinda
Hallo,
Ich nehme aufgrund meines Rheumas Immunsupressiva.
Jetzt habe ich aber seit einer ansteckung in der Schwangerschaft Herpes im genital bereich.
Hatte fast ein Jahr lang ruhe, jetzt habe ich das erste mal Herpes während ich das Methotrexat nehme.
Eine Dame vor mir hatte nach Lippenherpes gefragt und die Lippenherpes patch empfohlen.
Aber bei Genitalherpes geht das ja nicht. Was könnte ich benutzen um die Cremes zu vermeiden?
Die Sorge Ihrer Mutter können wir natürlich sehr gut verstehen. Leider lässt sich die Ansteckungswahrscheinlichkeit eines Lippenherpes nicht vorhersagen, ist aber auch im Kindesalter bereits sehr hoch. Bei ca. 80% der Bevölkerung lassen sich Antikörper gegen das Virus nachweisen und die Ansteckung erfolgt in der Regel bereits im Kindesalter.
Ob sich ein Säugling oder Kleinkind infiziert, hängt erheblich von der Intensität und Dauer des Kontaktes mit der erkrankten Person ab. Ansteckend sind Personen, die aktuell unter einem Lippenherpes leiden. Auch wenn die Ansteckungsgefahr im Stadium der Bläschenbildung und der offenen Wunde am größten ist, ist eine Infektion auch bis zur vollständigen Abheilung der Herpesläsion möglich.
Oft verläuft eine Herpes-Infektion im Kleinkindesalter unbemerkt. Typisch ist aber auch der Ausbruch der so genannten Mundfäule (Stomatitis aphtosa), einem sehr schmerzhaften und meist hochfieberhaften Krankheitsbild bei dem sich kleine, weiße Erhebungen im Bereich der Mundschleimhaut zeigen. Hier beträgt die Zeit zwischen Ansteckung und dem Auftreten der Symptome in der Regel bis zu einer Woche.
Herpes-Komplikationen im Kleinkindesalter sind sehr selten aber gefürchtet, daher sollte bei Verdacht einer Infektion des Kindes immer ein Arzt aufgesucht werden.
Herpes Patches wurden speziell für die Anwendung bei Herpesbläschen im Bereich der Lippen entwickelt und sind nicht für die Anwendung im Genitalbereich vorgesehen. Genitalherpes ist eine Herpesform, die auf jeden Fall einer ärztlichen Diagnostik und Therapie bedarf. Daher können wir an dieser Stelle nur empfehlen, mit dem behandelnden Arzt / Gynäkologen zu besprechen ob es in Ihrem Fall andere Behandlungsmöglichkeiten gibt.