
Weitaus die meisten Patienten greifen beim Auftreten der bekannten Bläschen zu einer der vielen frei verkäuflichen Salben oder Cremes. Am gängigsten sind Cremes mit dem Wirkstoff Aciclovir, beispielsweise Zovirax®. Wichtig ist für alle Cremes, dass sie möglichst frühzeitig aufgetragen werden, sobald sich die ersten Anzeichen von Spannen, Jucken oder Brennen in der Haut bemerkbar machen. Der enthaltene Wirkstoff kann nämlich nur die Vermehrung der Herpesviren hemmen, aber nicht aktive Viren abtöten. Generell gilt, dass diese Cremes einen Herpes nicht heilen können, sondern in erster Linie zur Linderung der Beschwerden dienen, wobei möglicherweise die Heilung etwas beschleunigt wird. Nachteilig ist, dass bei einigen Menschen die Cremes selbst ein unangenehmes Gefühl mit Juckreiz und Brennen hervorrufen, und dass die Haut bei häufiger Anwendung von Aciclovir dünner wird und schuppen kann. Daher sollte man diese Cremes auch möglichst für Kinder vermeiden.
Als rein pflanzliche, aber ebenso wirksame Alternative ist eine Creme auf Basis von Melissenextrakt in der Apotheke erhältlich (Lomaherpan®). Die enthaltenen Gerbstoffe haben ebenfalls eine virustatische Wirkung. Für alle Cremes gilt gleichermaßen: vor und nach dem Auftragen Hände gründlich waschen, am besten ein Wattestäbchen verwenden, und nie die Tubenöffnung mit etwas berühren, das schon am Herpes war. Und, was immer wieder mal vergessen wird, das Verfallsdatum auf der Tube vor der Anwendung beachten…


Ja, mit Lomaherpan habe ich auch super Erfahrungen gemacht, nachdem ich jahrelang alle möglichen anderen Cremes benutzt hatte – ohne spürbaren Erfolg. Häufig hatte ich eher das Gefühl, die Cremes machen die Haut empfindlicher, und der Herpes kommt schneller wieder. Mit Lomaherpan heilt mein Herpes definitiv schneller ab. Den gibt es auch als Lippen-Stick, den benutz ich zwischendurch und hab seitdem seltener Herpes. Die Herpes Patches benutze ich während eines Schubs meistens zusätzlich zu Lomaherpan, wenn ich unter Menschen gehe, also im Job oder auf Partys etc. Das finde ich hygienischer, ich fühle mich damit wohler.
Also mir haben Cremes usw. noch nie geholfen. Ich habe mein eigenes Hausmittel. Man braucht nur einen Topf mit kochendem Wasser, viele Wattestäbchen eine Pinzette und natürlich eine Nadel die man mit in das kochende Wasser legt. Mit Pinzette Nadel aus dem Wasser holen, damit die Blase aufstechen, SOFORT Wattestäbchen darauf pressen. Ein anderes Wattestäbchen in das kochende Wasser halten und dies dann auf den Herpes pressen. Nächstes Wattestäbchen eintauchen und nochmal darauf pressen, bis der Schmerz nachlässt. Danach mische ich etwas Heilerde an
und trage diese auf. Ich wiederhole diesen Vorgang mehrmals am Tag. Probiert es aus, gibt nichts besseres.
Liebe Sabine,
vielen Dank für deinen Beitrag, den wir allerdings auf keinen Fall unkommentiert so stehen lassen können. Nicht ohne Grund wird vom Aufstechen immer wieder abgeraten. Neben den Schmerzen gibt es noch ein paar andere Punkte, die absolut dagegen sprechen. Was du richtig machst, ist, so gründlich wie möglich zu desinfizieren, sowohl die Nadel als auch das „Aufnahmematerial“ Wattestäbchen. Dennoch bleibt eine große Gefahr, infektiöses Material an den Fingern, den Wattestäbchen oder der Nadel zu verschleppen. Eine Herpes-Verschleppung z.B. ins Auge ist eine sehr ernste Komplikation! Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die Viren aus den äußeren Hautschichten durch das Aufstechen in tiefere Gewebeschichten getragen werden oder abwandern. Die Folge wäre eine Weiterverbreitung der Infektion. Lippenherpes kann sich im Extremfall so ausdehnen, dass wichtige Körpergewebe betroffen sind und eine systemische Behandlung mit Tabletten nötig wird.
Daher raten wir: Herpesbläschen niemals aufstechen, sondern antiviral behandeln oder abdecken!